Prognose von Wahlergebnissen

Neben der inhaltlichen Analyse von online Beiträgen zu politischen Parteien und Spitzenkandidaten zur Erlangung von Wähler-Insights können diese auch zur Durchführung von Wahlprognosen genutzt werden. Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema, gerade in Bezug auf die Präsidentschaftswahl 2008 und 2012 in den USA.

Wir haben eine erfolgsversprechende Wahlprognose für die Bundestagswahl 2009 und die Landtagswahl NRW 2012 erstellt. Datengrundlage waren die Tweets zu den politischen Parteien und Spitzenkandidaten ein Jahr vor der jeweiligen Wahl und die Prognosezwischenergebnisse der unterschiedlichen Meinungsforschungsinstitute. Zum Training des Prognosemodells wurde eine erweitere Tonalitätsanalyse angewendet, welche die einzelne Beiträge nicht nur einer positiven oder negativen Stimmung zuordnet, sondern detailliert die Stimmung auf Basis von sechs Dimensionen, wie euphorisch, sauer etc. bestimmt. Das Modell wurde mit Hilfe einer Autokorrelations- und Kausalanalyse an Hand der Tonalitäten und Prognoseergebnisse der Institute kalibriert. Die endgültige Prognose liefert ein lineares Least-Square Model.

Der Prognosefehler liegt bei der Bundestagswahl 2009 bei 1,6%. Der niedrigste Prognosefehler mit 0,7% ergab sich durch die Prognose der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (Forsa). Der höchste Prognosefehler mit 1,5% ergab sich durch die Prognose von der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS).

 

Der Prognosefehler liegt bei der Landtagswahl NRW 2012 bei 3,2%. Der niedrigste Prognosefehler mit 1,48% ergab sich durch die Prognose von der Infratest dimap Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH (Infratest dimap). Der höchste Prognosefehler mit 2,39% ergab sich durch die Prognose von der Info GmbH, Forsa und TNS Emnid.

13.01.2013 11:15 Alter: 6 Jahre